Wer am HBF in Düsseldorf eine Stunde oder etwas mehr Aufenthalt hat, kann sich schnell etwas ansehen. Weit laufen muss man dafür nicht.
Die Fans moderner Architektur werden sicherlich den Hinterausgang nehmen, um am Bertha-von-Suttner-Platz die postmoderne Architektur zu genießen.
Wer allerdings wirklich ein kleines Stück der Stadt kennenlernen will, hat die Chance dazu. Durch den Haupteingang gerade aus bis zur Ecke Oststr., der man links folgt. Rechterhand kommt dann die Brauerei Schumacher mit ihrem Stammhaus. Die älteste Brauerei der Stadt. Der geneigte Schreiber dieser Zeilen kann und will nicht verhehlen, das hier das beste Bier der Stadt gebraut wird. Auch wenn man nicht in der berühmten Altstadt selbst ist.
Egal zu welcher Tageszeit kann man sich auf ein Bier reinsetzen. Die klassische Brauhauskulisse macht den Rest. An den Wänden Ölbilder mit Szenen aus der Düsseldorfer Stadtgeschichte. Oft genug ein Grund, ein Bier mehr zu bestellen.
Viele Gäste versuchen sich in der Höflichkeit des Siezens beim Personal. Welches mit größter Herzlichkeit meist duzt. Dem Kenner sei also empfohlen, es Ihnen gleich zu tun.
Beim Essen scheiden sich so oft die Geister. Auch hier ist das so. Die Haxe ist für Touristen oder solche die vorgeben, genau das zu sein. Die Einheimischen entscheiden sich meist für die kleinen Dinge. Flöns etwa, was nichts anderes ist alsBlutwurst, die mit dem guten örtlichen Senf gegessen wird. Der ist -Achtung – kein Löwensenf.
Mettbrötchen ist dann auch, meist mit einem Altbier, das Frühstück der Stunde.
Schnelle Bedienung garantiert, dass die Stunde trinktechnisch gut genutzt wird. Viel müssen sich erst an die Sitte gewöhnen, dass ungefragt ein Bier neben das (fast) leere Glas gestellt wird. Bei akutem biertechnischen Desinteresse hilft nur ein Bierdeckel auf dem Glas.
Wenn man nach einer Stunde die holzgetäfelte Halbdunkelheit wieder verlässt, mag die Sonne auch mal zu hell scheinen. Aber was ist das gegen das Lächeln des Bieres……